Ein trockener Mund ist mehr als nur unangenehm: Mundtrockenheit (medizinisch: Xerostomie) erhöht das Risiko für Karies, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch erheblich. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Ursachen hinter Mundtrockenheit stecken, was Sie selbst tun können und welche Produkte Linderung verschaffen.
Was ist Mundtrockenheit?
Mundtrockenheit entsteht, wenn die Speicheldrüsen zu wenig Speichel produzieren. Speichel erfüllt im Mund wichtige Funktionen: Er schützt die Zähne vor Karies, neutralisiert Säuren, unterstützt die Verdauung und hält die Mundschleimhaut feucht und geschmeidig. Wenn dieser Schutz fehlt, werden Zähne und Zahnfleisch anfälliger für Erkrankungen.
Häufige Ursachen
Medikamente
Die häufigste Ursache für Mundtrockenheit sind Medikamente. Über 500 Arzneimittel können als Nebenwirkung den Speichelfluss reduzieren – darunter Blutdrucksenker, Antidepressiva, Antihistaminika, Schmerzmittel und Entwässerungsmittel.
Alter
Mit zunehmendem Alter lässt die Speichelproduktion bei vielen Menschen nach. Mundtrockenheit betrifft deshalb besonders häufig ältere Menschen – oft in Kombination mit Medikamenteneinnahme.
Bestrahlung und Chemotherapie
Krebsbehandlungen im Kopf-Hals-Bereich können die Speicheldrüsen dauerhaft schädigen. Die resultierende Mundtrockenheit kann erheblich sein und erfordert besondere Pflege.
Weitere Ursachen
Auch Autoimmunerkrankungen wie das Sjögren-Syndrom, Diabetes, Mundatmung (z. B. bei verstopfter Nase oder Schnarchen) und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme können Mundtrockenheit verursachen.
Symptome erkennen
Mundtrockenheit zeigt sich durch ein ständiges Durstgefühl, klebriges oder trockenes Gefühl im Mund, rissige Lippen und Mundwinkelrhagaden, Schwierigkeiten beim Kauen, Schlucken oder Sprechen, häufigen Mundgeruch trotz guter Mundhygiene und vermehrte Karies, besonders am Zahnhals.
Was hilft bei Mundtrockenheit?
Allgemeine Tipps
Trinken Sie regelmäßig Wasser in kleinen Schlucken. Kauen Sie zuckerfreien Kaugummi, um die Speichelproduktion anzuregen. Vermeiden Sie Alkohol, Koffein und Tabak – sie verstärken die Trockenheit. Atmen Sie möglichst durch die Nase statt durch den Mund. Verwenden Sie einen Luftbefeuchter im Schlafzimmer.
Die richtige Mundhygiene bei Xerostomie
Bei Mundtrockenheit ist eine angepasste Mundhygiene besonders wichtig, da der natürliche Schutz durch Speichel fehlt. Verwenden Sie eine Zahnpasta ohne aggressive Schaumbildner (SLS-frei). Spülen Sie nach dem Essen den Mund mit Wasser aus. Verwenden Sie befeuchtende Mundspülungen ohne Alkohol. Reinigen Sie die Zahnzwischenräume täglich.
Unsere Produktempfehlungen bei Mundtrockenheit
In unserem Shop finden Sie Mundspülungen und Zahnpasten, die speziell auf die Bedürfnisse bei Mundtrockenheit abgestimmt sind – ohne austrocknende Inhaltsstoffe wie Alkohol oder aggressive Tenside. Produkte wie die OraLactin Zahncreme mit prebiotischer Wirkung unterstützen eine gesunde Mundflora und helfen, das natürliche Gleichgewicht im Mund wiederherzustellen.








